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Brand auf Malediven-Safarischiff
Mal davon ausgehend, dass die Meldung auf unterwasser.de kein verspäteter Aprilscherz ist, findet sich dort der Hinweis, dass sich der Kapitän der brennenden "Savruga" mit einem Feuerlöscher bewaffnet im Beiboot dem Brandherd näherte, aber bei dem Löschversuch leider (selbstverständlich) erfolglos war. Daraus lässt sich recht einfach eine üble Schlussfolgerung ziehen:
Als der Brand entstand, war niemand an Bord, das Schiff war unbemannt verankert. So etwas verstößt gegen ganz elementare Seefahrtsregeln.
Aber vielleicht sollte ja auch niemand an Bord sein, damit bei dem Feuer niemand körperlichen Schaden erleidet?
Und mit ganz üblen Hintergedanken könnte man dann ja sogar darauf kommen, dass dieses Feuer an Bord nicht etwa ein unerwarteter Schicksalsschlag war, sondern etwas anderes. Nur hat man leider den zahlenden Gästen nicht gesagt, dass an diesem Morgen ein Spezialtauchgang unter Mitnahme von Pässen, Schmuck und Geld angesagt ist, weshalb diese Gegenstände leider ein Opfer der Flammen wurden.
Geradezu rührend-mitleiderzeugend ist in der Medienmeldung der Hinweis, dass dieses Schiff "erst 2004 renoviert" wurde. Wer sich auch nur minimal mit Holzschiffen in tropischem Klima auskennt, der weiß, dass sich so ein Schiff binnen viel weniger als 5 Jahren vom schwimmenden Schwan zum modernden Müllhaufen verwandeln kann.
Die Firma Dive Explorer hat bis heute auf ihrer Website nicht den kleinsten Hinweis auf dieses "Unglück" veröffentlicht, sondern bietet dort das Schiff weiterin an, also wäre nichts geschehen.
Update 09.04.2009: Inzwischen gibt es eine korrigierende Erklärung der maledivischen Schiffseigner, die uns per Mail zuging. Wir zitieren der Fairness halber:
Kommentar:
Ein Feuer in einem Maschinenraum mit EINEM Feuerlöscher zu bekämpfen ist ebenso erfolglos wie der Versuch, ein großes Lagerfeuer zu zweit durch Urinieren zu löschen.
Pässe und Wertsachen gehören in eine sofort abbergbare Box, verantwortungsbewusste Schiffseigner wissen das.