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Buchung einer Safari oder Tauchbasis

Da es immer wieder vorkommt, dass Safarischiffe abbrennen oder auf Riffe laufen, oder dass man verunreinigte Luft geliefert bekommt, oder dass einfach das Schiff in einem sicherheitstechnisch mangelhaften Zustand ist, sollte man sich vorher überlegen, wo man seine Safari bucht. Wenn man die komplette Safari einschließlich Flug und Transfer als Pauschalreise bei einem deutschen Veranstalter bucht, gilt deutsches Reiserecht für alle Teile. Der Veranstalter muss damit für körperliche oder materielle Schäden in voller Höhe haften, man muss auch keine teure Auslandsklage einreichen.

Achtung, es lauert eine unscheinbare, aber wichtige Tücke! So mancher Anbieter ist gar kein Veranstalter im Sinne deutschen Reiserechts für das Gesamtpaket aus Flug, Transfers und Safarischiff, sondern tritt nur als Vermittler auf! In diesem Falle hat der Buchende ein Problem bei Reisemängel-Rügen, denn beispielsweise gehört das Schiff, auf dem die Mängel entstanden, einer ägyptischen Firma, und sowas schiebt dann der deutsche Anbieter ganz schnell von sich, denn er hat ja nur den Platz auf dem Schiff vermittelt, womit er selbst aus der Verantwortung und Haftung elegant raus ist. Und eine Klage gegen eine ägyptische Firma kann sich nun wirklich niemand leisten. Also AGB vor Vertragsabschluss lesen!

 Wer eine Tauchbasis noch nicht kennt bzw. wenn es dort größere Veränderungen bei Besitzer oder Leitung gab, ist nicht unbedingt gut beraten, wenn er/sie gleich vor Reisebeginn ein Tauchpaket vorbucht und bezahlt. Denn hat man es erst einmal bezahlt und bei der Basis ist einiges im Argen (siehe Checklisten), ist das Geld weg. Hat man die Basis beim deutschen Veranstalter gebucht, folgt die nicht immer ganz einfache Mängeldokumentation, um Rückforderungen zu untermauern. Ist die Basis gar in ausländischem Besitz, wird es niemand riskieren, für paar hundert Euro Streitwert in Ägypten oder Thailand zu klagen. Also lieber die Basis erst einmal ansehen und notfalls, wenn vorhanden, zum Mitbewerber wechseln. Wenn weit und breit nur eine Basis ist: Pech gehabt, dann gut dokumentieren und bitte einen Bericht an uns für die Black List schicken.

Basisbeurteilungen bei taucher.net sind teilweise absolut wertlos. Entweder schrieb sie ein frischgebackener Anfänger ("alles ganz toll, total nette Leute, ich habe meinen OWD bestanden") oder es sind gefakte Auftragsschreibereien der Basiscrew (diese sind schwerer zu entdecken).