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Übersicht: Checklisten»

Checkliste Sicherheit Tauchbasen

Diese Checkliste steht euch unter Downloads auch als .pdf zum Ausdruck bereit.

Das Abhaken dieser Liste dient eurer Sicherheit und vor allem eurer Gesundheit!
Tauchbasen, die den Check verweigern, haben etwas zu verbergen und wissen genau, dass bei ihnen was faul ist.

1. Basisausstattung
Nur ein Spülbecken für alles befördert Sand und sonstigen Dreck in mechanisch empfindliche Ausrüstungsteile. Dreckiges Spülwasser im Becken ist schlechter, als die Ausrüstung gar nicht zu spülen, sondern feucht in die Tauchkiste zu packen und Kameras im Hotelzimmer zu spülen.

(   ) verschließbare Spinde für eigene Ausrüstung vorhanden?
(   ) schattiger und gelüfteter Aufhängeplatz für Anzug und Jacket vorhanden?
(   ) getrennte Spülbecken für Neopren/Jacket, Atemregler, Kameras, Füßlinge
  mit sauberem Süßwasser?

2. Atemluft
PADI 5*-Basen sind u. a. verpflichtet zu regelmäßiger unabhängiger Luftqualitätsanalyse.
Der wichtigste Indikator für die Standzeit des Endfilters ist der Wassergehalt.
Ein Endfilter verhält sich wie eine gute Tauchlampe: Bis kurz vor Sättigung entfernt er zu fast 100 %, was nicht in die Flasche gehört, dann schlägt er binnen weniger Minuten durch und entfernt nichts mehr.

(   ) Kompressorraum sauber und aufgeräumt?
(   ) Ansaugleitung über Dach und nicht in Lee eines Stromgenerators?
(   ) Fülltagebuch vorhanden? Filterwechselprotokoll vorhanden?
(   ) Luftqualitätsanalysezertifikat eines unabhängigen Prüfinstituts ausgehängt?
(   ) Elektronische Überwachungsanlage der Filtereinheit vorhanden und beim
      Füllen eingeschaltet? Display meldet kontinuierlich „Filter/Wassergehalt
      OK“?
(   ) Bei Stahlflaschen Rostgehalt prüfen: Weißes Stück Stoff über das Ventil
      halten und Flasche öffnen. Wenn rostfarbener Fleck auf dem Stoff, diese
      Flasche zurückweisen!
(  ) Bei Aluflaschen Oxidgehalt prüfen: Schwarzes Stück Stoff über das Ventil
      halten und Flasche öffnen. Wenn weißer Fleck auf dem Stoff, diese Flasche
      zurückweisen!
(   ) Alle Flaschen auf Öl prüfen: Bei angeschlossenem Atemregler vorsichtig
      Luftdusche drücken und an der Luft riechen. Riechende Luft zurückweisen!

3. Medizinische Ausstattung
Ein Verbandskasten ist keine adäquate Ausstattung. Es sollte darüber hinaus vorhanden sein:

(   ) Medikamente gegen Seekrankheit, Muskelzerrungen, Durchfall,
      eingeklemmte Nerven, starke Schmerzen
(   ) Desinfektionsmittel, Sprühpflaster, Lokalanästhesie-Spray
(   ) Beutel mit Elektrolytpulver
(   ) Antihistamin-Präparat gegen Vernesselungen (Spray oder Gel)
(   ) Automatischer Defibrillator (AED)
(   ) Güdeltuben
(   ) Otoskop



100 % Sauerstoffgabe ist bei vielen tauchbedingten Unfällen das Mittel der Wahl. Es sollte vorhanden sein:

(   ) ausreichender Vorrat, beispielsweise 10 Liter mit 200 bar, Sauerstoff, sofort
       einsatzklar, Flasche gefüllt und ohne Werkzeugsuche zu öffnen
(   ) Beatmung mindestens über Maske und demand-Ventil/Atemregler möglich,
      besser über Ambubeutel und demand-Ventil

4. Personal
Es ist völlig unerheblich, ob die Basisräume mit vielen Brevetierungsurkunden des Personals geschmückt sind, das ist kein Sicherheitskriterium. Die Tauchnotfall-Kurse aller Tauchverbände sind definitiv kein adäquater Ersatz.  Ein Arzt ist in vielen Tauchregionen nicht binnen kurzer Zeit verfügbar. Daher nachfragen:

(   ) Es gibt ständig anwesendes Basispersonal, das in weiterführender 1. Hilfe
       (also mehr als der Minimalkurs) ausgebildet ist. Wann war die letzte
      Nachschulung?
(   ) Dieses Personal hat die Ausbildung bei einer anerkannten
       Rettungsorganisation (wie DRK, Malteser) absolviert.
(   ) Wer kann sicher und situationsangemessen mit der gesamten medizinischen
       Notfallausstattung incl. Sauerstoff und AED umgehen?