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Übersicht: Tagesboote»
Nautische Ausstattung
Was sind Tagesboote?
Welche Anforderungen sind bezüglich nautischer Ausstattung an Tagesboote zu stellen?Tagesboote sind meist Holzboote. Das Spektrum geht vom größeren Ruderboot mit Außenborder (oftmals Speedboot genannt) bis zu ausgedienten Safarischiffen. Erstgenannte lasse ich weg, die taugen nur zu maximal 30 Minuten Transfer zu nahen Tauchspots bei ruhiger See.
Holzboote neigen dazu, durch die Planken Wasser zu ziehen. Da sich bei Tagesfahrten in der Regel niemand unter Deck aufhält, sind ein Alarmgeber, wenn über dem Kielbalken mehr als wenige cm Wasser stehen, sowie ein leistungsfähiges Lenzsystem zu fordern.
Dass ein Schiff über einen fest eingebauten und möglichst kompensierten Kompass verfügen muss, weiß jede Landratte. Trotzdem sucht man manchmal den Kompass vergebens.
Funkanlagen (UKW-Seefunk) gehören direkt auf dem Fahrstand und nicht irgendwo unter Deck. Sie bringen auch nichts, wenn sie abgeschaltet sind. Wenn offener Fahrstand, sollten sie incl. Lautsprecher gegen Spritzwasser werksseitig geschützt sein. Ein mit Isolierband zusammengedröseltes Antennenkabel ist nichts anderes als sinnloser Pfusch!
Mindestens ein gutes Marine-Fernglas (7 x 50 oder 8 x 50) gehört einfach auf jedes Schiff, und zwar dorthin, wo man es braucht, und nicht irgendwo in eine Kiste, wo es niemand findet.
Echograph, Radar, EPIRB, digitale Seekarte will ich hier nicht als Forderung aufstellen, da die Boote in aller Regel nur küstennah operieren und fast nie allein draußen sind. Aber da sie manchmal auch zum Nachttauchgang fahren, ist vollständige Positionsbeleuchtung (weißes Topplicht, grüne/rote Seitenlichter, weißes Hecklicht) zwingend zu fordern.