Internetpromotion
www.libernet.de
CMS: www.deinklick.de
Übersicht: Schiffbau_allgemein»
Technik und Maschinenraum
Wer allein auf der Brücke eines seegehenden Schiffes ist, braucht eigentlich alle wichtigen Navigations- und Kontrollinstrumente in seinem unmittelbaren Wahrnehmungsbereich.
Hier mal ein paar Fotos:
Das Optimum (unterer Kommandostand des Seenotrettungskreuzers „Bremen“)
Alles im Blick und erreichbar (Steuerstand des 15 m langen ehemaligen Tauchbootes des Webseiteninitiators).

Über mehr als 4 Meter verstreut angeordnete Instrumente (Hauptsteuerstand eines großen Safarischiffes).

Im Maschinenraum und der zentralen Elektroverteilung ist es elementar wichtig, dass alles bestens befestigt ist, dass alle Kabelverbindungen korrosionssicher ausgeführt sind, und dass es sauber ist, damit man im Notfall bei Seegang nicht in Ölpfützen ausrutscht.
Auch hier wieder zum Vergleich zwei Fotos:
Maschinenraum des Seenotrettungskreuzers „Bremen“
Maschinenraum eines typischen ägyptischen Tagesfahrt-Tauchschiffes:
Eigentlich selbstverständlich sollte sein, dass dieser Maschinenraum schon bei Tagestauchschiffen, und erst recht fernab der Küste bei Safarischiffen, über ein Minimum an Sicherheitseinrichtungen verfügt, die man auch in der 3. Welt realisieren kann:
- Abschaltung der Motoren vom Fahrstand aus
- fernbedienbare Absperrung der Dieselzufuhr im Brandfall
- fernbedienbare Verschlussklappen für Zuluft und Abluft
- feuerhemmende Schotts und Zugangsluken
- fernbedienbare, entsprechend dimensionierte CO2-Löschanlage
Ganz finster sieht es leider allzu oft auch auf Tauchschiffen bei der elektrischen Anlage aus. Das Bild im Maschinenraum eines Tagesfahrtschiffes (gezeigt ist der Anlasserakku des Dieselmotors) gibt einen ersten Eindruck.
Nicht ohne Grund brennen in Ägypten mehr Tauchschiffe ab, als welche auf Riffe laufen. Auf den Schiffen wird genau so verkabelt wie in den Hotels und in den Wohnhäusern, nämlich mit teilweise Würgeverbindungen, mit Kabeln ungeeigneter Sorte, ohne flammhemmendes Material drumherum und dann teilweise auch noch frei pendelnd im Zwischenraum zwischen äußerer und innerer Holzverkleidung. Korrekt wäre mindestens die Verwendung von feindrähtigen Kabeln, mit einer klima- und ölbeständigen Isolierung, das ganze auf Profilschienen unbeweglich befestigt, mit Verteileranlagen in hoher Schutzklasse. Dem Generator ist es im Fall, dass ein schleichender Kurzschluss entsteht, egal, ob 15 Kilowatt dort wärme- und feuererzeugend verbraten werden.
Und so sieht eine gute zentrale Schalttafel aus.